Adventsende
Shownotes
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Wort zum Tage im Deutschlandfunk Kultur
Diakon Tobias Petzold
aus Berlin
Adventsende 22.12.2025
Gestern war der vierte Advent,
In zwei Tagen ist dann schon der Heilige Abend.
Dabei war es gefhlt doch gerade erst noch Sommer!
Auch in diesem Jahr kommt Weihnachten, jedenfalls fr mich, wieder viel zu schnell.
Denn vorher ist in dieser Zeit ja immer so viel zu tun.
Da will ich die Wohnung schmcken, Geschenke besorgen und besinnlich sein.
Daneben bin ich mit Freundinnen oder Kollegen zum Glhweintrinken verabredet,
dann muss ich schnell von einer Weihnachtsfeier zur nchsten.
Die Kinder bringen Theaterstcke auf die Bhne oder haben Vorspiele mit ihrem Instrument. Bei der Arbeit muss der Jahresabschluss geschafft sein,
das Festessen fr die Feiertage will geplant und die Wohnung geputzt werden
und zum Zahnarzt sollte ich auch noch frs Krankenkassenbonusheft.
Und alle sind voller Erwartung:
Die Kinder erwarten einen gut sortierten Weihnachtsmann,
Partnerin oder Partner erwarten Hilfe beim Saubermachen, Christbaum putzen und Vorkochen.
Adrett solls im Haus sein, die Servietten gebgelt, der Umgang freundlich,
mit Frieden im Herzen und guten Gedanken,
voller Licht, Liedern und Liebe.
Darum sind viele Leute in dieser Zeit besonders angespannt,
sagen so Sachen wie ich gerade diese hier
und wollen im Grunde doch jene besondere Phase im Jahr gar nicht anders haben:
Vertraute Gerche aus dem verruten Ruchermnnchen,
spezielle Geschmackserlebnisse aus der Lebkuchenschatulle,
und besondere akustische Reize machen in mir hoch die Tr fr wohlige Gefhle
und verklrte Gedanken an frhere Lebenszeiten.
Vielleicht ist es das, was in mir ganz unbewusst eine wirkliche Be-Sinnung hervorruft.
Denn dafr soll diese Zeit ja eigentlich da sein Besinnung auf Sinn.
Mehr Geschichten als Geschenke,
Zeit statt Zeug,
Platz im Herz statt Unmengen von Pltzchen.
Denn wenn alles voll ist, voller
Dinge und Deko, Gewese und Gewesenem,
wenn alle voll sind, voller Gebck und Glhwein,
dann mssen wir aufrumen, dann mssen wir ausrumen.
Denn wir htten sonst keinen Raum in der Herzkammer.
Darum muss auch in den nchsten Tagen berhaupt nichts perfekt sein.
Und wir mssen es auch nicht.
Gott so die christliche Botschaft dieser Zeit will zu uns kommen.
Will uns alle Furcht und alles Frchten nehmen,
will Heil und Heilung bringen, Achtsamkeit und Wachsamkeit,
dass Frieden sei auf Erden.
In uns, um uns - und durch uns auch.
Advent meint:
Gott kommt bei uns an.
Darauf kommt es an.
Es gilt das gesprochene Wort.
Redaktion: Pfarrer Martin Vorlnder (martin.vorlaender@gep.de)
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