Driving Home After Christmas

Shownotes

Die Andacht zum Nachlesen und -hören gibt es auch hier inklusive Download: https://rundfunk.evangelisch.de/wort-zum-tage/15542/driving-home-after-christmas

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Wort zum Tage im Deutschlandfunk Kultur

Pfarrer Friedemann Magaard

aus Husum

Driving Home After Christmas 08.01.2026

Die Geschichte mit den Heiligen Drei Knigen geht weiter. In der Kathedrale von Autun in Burgund ist der Fortgang in einer Steinkunst festgehalten. Vor 800 Jahren entstand ein romanisches Kapitell als oberer Abschluss einer der vielen Sulen. Darauf sind der Engel Gabriel und die Heiligen Drei Knige zu sehen.

ber ihnen schwebt der Stern, der den Weg zeigt. Energisch weist der Engel mit ausgestrecktem Zeigefinger der linken Hand auf den Stern. Mit dem Zeigefinder der rechten berhrt er zart, ganz zart den Ringfinger eines der Knige. Es geht um das Erwachen aus der Dunkelheit und um den Aufbruch in das Licht.

Doch der Reihe nach. Nachdem sie dem Stern gefolgt sind, ihre Geschenke abgegeben und vor dem Jesuskind in der Krippe demutsvoll die Knie gebeugt haben, beginnt der Rckweg der Weisen aus dem Morgenland. Die Bibel widmet ihnen eine besondere Begebenheit. Eigentlich wollten sie von Bethlehem aus nach Jerusalem ziehen, um den Knig Herodes ber die Geburt des Kindes zu informieren so war es besprochen.

Damit htten sie aber, ohne es zu wissen, Jesus dem Tode ausgeliefert, denn Herodes schmiedete heimlich Mordplne. Er frchtete die Konkurrenz eines wundersam neu geborenen Knigs. Daher, so steht es im Matthusevangelium, warnt Gott die Weisen im Traum. Sie ndern die Route ihres Heimwegs. Herodes wartet vergeblich auf ihre Informationen. Das verschafft den Eltern Josef und Maria die ntige Zeit, ihr Kind Jesus in die Fremde und damit in Sicherheit zu bringen.

Das Relief im franzsischen Autun zeigt den Moment, als der Engel einen der Knige aufweckt. Bemerkenswert vielleicht, dass die drei Majestten sich eine Decke teilen. Kunstvolle Ornamente befinden sich auf der Decke, sie fllt in Wellen groartig, was die mittelalterlichen Steinmetze draufhatten!

Zwei Knige schlafen. Der oberste aber, den der Engel anrhrt, ffnet die Augen. Er versteht, sie sollen sofort aufbrechen und wieder dem Stern folgen. Auch auf dem Rckweg wird er sie fhren. Stern des Heils. Stern des Lebens.

Ich sehe in der alten Kunst eine zeitlose Botschaft: Unsere Seele kann von dem ausgestreckten Finger eines Engels berhrt werden. Manche haben das erlebt. Und dass das Ohr des Herzens die Stimme des Engels hrt: Wach auf, steh auf! Schau auf das Licht. Lass dir den Weg zeigen, vom Stern, ins Licht hinein.

Es gilt das gesprochene Wort.

Redaktion: Pfarrer Martin Vorlnder (martin.vorlaender@gep.de)

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