Salz und Frieden

Shownotes

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Wort zum Tage im Deutschlandfunk Kultur

Pfarrer Eberhard Hadem

aus Roth

Salz und Frieden 18.03.2026

Salz kann eine gefhrliche Substanz sein. Schon viele Menschen sind verdurstet, obwohl jede Menge Wasser um sie herum war leider war es ein Ozean. Dieses Wasser knnen wir nicht trinken, ohne Schaden zu nehmen.

Vor einigen Jahren habe ich im Toten Meer gebadet. Ich habe versucht zu schwimmen, aber es war unmglich. Auf dem Rcken liegen ist okay. Aber beim Brustschwimmen ist der Auftrieb durch den Salzgehalt des Wassers so stark, dass die Masse des Krpers den Kopf unter Wasser drcken wrde. Man droht zu ertrinken. Zu viel Salz ttet Leben, ist Gift fr die Umgebung.

Wie ist dann aber der Satz von Jesus zu verstehen: Ihr seid das Salz der Erde? Bei Kommunalwahlen tauchen immer wieder mal kleine christliche Parteien auf, die am liebsten alles fundamentalistisch nach ihren eigenen Normen durchgestalten mchten. Sie glauben, das sei auch fr die anderen das Beste. Das ist fr meinen Geschmack eine berdosis. Zu viel Salz ist ungeniebar.

Eine Prise Salz gehrt in die Suppe, weckt Gensse, macht Speisen wrzig und aromatisch. Salz als ein Vorausgeschmack macht Appetit auf mehr. So sollen Christen in dieser Gesellschaft sein, finde ich. Sie sollen einladen zum guten Essen, zum guten Leben. Zu viel Salz dagegen erstickt das Essen ebenso wie das Leben. Man wendet sich ab, verzieht das Gesicht und sucht die Freude woanders.

Jesus sagt einmal kurz und knapp: Das Salz ist gut. Was Jesus dann weiter sagt, berrascht mich und gefllt mir: Habt Salz bei euch und haltet Frieden miteinander. (Markus 9,50)

Salz und Frieden sind eine gute Kombination, ein prima Kochrezept fr das Miteinander aller. Ich liebe kstliches Essen, zu dem Familie und Freunde eingeladen werden. Ich geniee die interessanten Gesprche, auch ernste Diskussionen, trstende Worte, wohltuende Gesten, Spielen und Tanzen. Man freut sich, dass man sich hat, gemeinsam lachen, gemeinsam weinen kann. Das ist Frieden fr mich.

Dieses Bild von einem Festmahl habe ich vor Augen, wenn ich mir vorstelle, wie Christinnen und Christen in dieser Gesellschaft Salz sein knnen: Habt Salz bei euch und haltet Frieden miteinander!

Es gilt das gesprochene Wort.

Redaktion: Pfarrer Martin Vorlnder (martin.vorlaender@gep.de)

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