Hildegards großes Licht
Shownotes
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00:00:00: Sie war eine der einfluchsreichsten Frauen des Mittelalters, einer der frühesten Vertreterinnen der Mystik.
00:00:08: Die Benediktinerin Hildegard von Bingen.
00:00:11: Sie schrieb über Medizin und Ernährung ebenso wie über Religion.
00:00:16: Sie komponierte und züchtete Kräuter – eine Universalgelehrte.
00:00:21: Schon als Kind litt sie unter Kopfschmerzen, sah Lichtblitze und hatte Visionen.
00:00:29: In meinem dritten Lebensjahr sah ich ein so großes Licht, das meine Seele erschütterte.
00:00:35: Als zehntes Kind einer adligen Familie wurde sie mit gerade mal acht Jahren in einen Kloster gegeben – aber ihre Visionen waren auch dort fiesen unheimlich.
00:00:44: Hildegard schreibt Bis zu meinem fünften Jahr war ich jemand, der viele Dinge sah und einfältig aussprach, sodass auch die welche diese Dinge hörten verwundert fragten woher sie kämen.
00:00:57: Mit vierzehn wurde sie zusammen mit zwei anderen jungen Frauen in die Klausel des Klosterst, die sie Bodenberg eingeschlossen.
00:01:04: Die Gruppe Wuchs.
00:01:06: Hildegard wurde zur Magistra gewählt und geriet schon bald mit den Oberen im Konflikt.
00:01:11: Sie lockerte die Speise regeln, kürzte die Gebetszeiten und wollte schließlich mit ihrer wachsenden Gemeinschaft ein neues Kloster gründen.
00:01:20: Dabei berief sie sich immer wieder auf ihre Visionen – die jetzt in der Mitte ihres Lebens noch stärker ja unwider stählich wurden!
00:01:29: Ich weigerte mich lange sie niederzuschreiben, sagt sie später aus Zweifel und nicht das Eigensinn, weil ich der Demut folgte bis ich ins Krankenbett
00:01:38: fiel.".
00:01:39: Dann endlich gab ich meine Hand dem Schreiben an Heim und erhob mich so selbst von der Krankheit durch die Stärke, die ich empfing.
00:01:48: Jahrelang hat sie gelitten und gekämpft – es sei eine schwere Migräne gewesen vermutete später anhand ihrer Beschreibungen den Neurologe Rumsichata Oliver-Sex.
00:02:00: Hildegard rang mit ihren Schmerzen, den Selbstzweifeln und der Sorge Sie könne sich das alles nur
00:02:05: einbilden.".
00:02:07: Aber wenn sie dann ihre Texte sah, wusste sie – das sind nicht einfach meine eigenen Worte.
00:02:13: Die kommen aus einer anderen
00:02:14: Wirklichkeit.".
00:02:16: Mit einer Freundin und ihrem Sekretär begann sie nun, ihre theologischen Einsichten niederzuschreiben, ihre inneren Bilder zu zeichnen.
00:02:24: So entstand in sechs Jahren ihr Hauptwerk Skivias' «Wisse die Wege».
00:02:30: Als sie schließlich die Erlaubnis erhielt, Skibias zu veröffentlichen, stand sie längst mit vielen bekannten Persönlichkeiten in Kontakt.
00:02:38: Jetzt endlich durfte sie auch ein eigenes Kloster gründen – das Kloster Hupazberg wuchs schnell immer im Kampf mit dem Bischof, dem Neid anderer Äbtisinnen!
00:02:50: Und es gab manches zu neiden – Die Pracht des Klosters, Das Selbstbewusstsein der Schwestern die Tabuglosigkeit ihrer medizinischen Texte.
00:03:00: Hildegard scheute sich nicht, auch über Lust und Zeugung zu schreiben – und bei Festgottesdiensten erschienen die Klosterfrauen mit weißen Kleidern, offenen Haaren- und Goldschmuck.
00:03:13: Auch Hildengard selbst trug eine Nonnenkrone aus weißen Bändern und seinen Medaillons mit Gold und Silber.
00:03:20: Kloster Ruppertsberg wurde im Dreißigjährigen Kriegt zerstört Aber in Hildegardstekste kann man sich noch heute versenken.
00:03:28: Ihre Bücher sind Verkaufsschlager, das gilt vor allem für die Klostermedizin und ihre Kräuterbücher.
00:03:36: Im Netz suchen viele nach der Hildegaard des Medizins nach Tipps für ein gesundes langes Leben.
00:03:43: Hildegard selber wurde einundachtzig.
00:03:46: Am Ende ihres Lebens bekamen sie als erste Frau die Erlaubnis öffentlich zu predigen!
00:03:52: Sie predigte in Mainz, in Würzburg und Bamberg, reiste nach Metz und Trier.
00:03:58: In Margarethe von Trotters Hildegardville mit Hannah Shigula sehen wir sie zu Beginn ihrer letzten Predigtreise wie sie in den Sattel steigt und das Kloster hinter sich lässt – sie hat alles erreicht!
00:04:12: Es sind vor allem ihre Schriften die ihr Leben ausmachen.
00:04:16: Alles dreht sich um die Visionen, die sie immer neu buchstabiert Wisse die Wege, das buchstabiere ich immer wieder neu für meine Vision von Gott und mein Leben.
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