Die Flut

Shownotes

Die Andacht zum Nachlesen und -hören gibt es auch hier inklusive Download: https://rundfunk.evangelisch.de/morgenandacht/15842/die-flut

Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn der Starkregen auf das Dach- oder auf die Windschutzscheibe prasselt, wenn ein Martinshorn zu hören ist oder das Geräusch eines Hubschraubers, dann isst sie wieder da.

00:00:09: Die Angst!

00:00:10: Die Trauer!

00:00:11: Das geht vielen so, die vor fünf Jahren betroffen waren.

00:00:14: Mitte Juli twenty-einenundzwanzig hat es tagelang geregnet – so stark dass die Flüsse über alle Ufer traten.

00:00:21: Ganze Regionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind überflutet und zerstört

00:00:26: worden.".

00:00:27: Die ersten Sturzfluten gab es in der Nacht zum vierzehnten Juli in Hagen im Westen Deutschlands.

00:00:32: Dann, dem Lauf des Tages steigt der Pegel der alten Aar höher und höher bis es zur Sturzwut- und Überschwemmung kommt.

00:00:40: Insgesamt sterben bei dem Hochwasser über hundredachzig Menschen – mehr als achthundert Menschen werden verletzt!

00:00:46: Zehntausende verlieren alles — ihr Haus, ihre Wohnung, ihren Besitz … Und vor allem Angehörige, Nachbarn und

00:00:54: Freunde.".

00:00:56: Heute gedenkt der Nordrhein-Westfälische Landtag, der Opfer der Flut und der Helferinnen und Helfer.

00:01:01: Dazu wird auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier erwartet.

00:01:04: Mit dabei ist Superintendentin Claudia Müller-Bück vom Kirchenkreis Bad Budesberg vor Eifel.

00:01:11: Sie schaut zurück – wie sie damals beim Aufräumen in ihrer Kirche ins Vistall Heimatzeim im Rheinsiegkreis von der Flute überrascht wird!

00:01:19: Die freiwillige Feuerwehr hat längst keine Kapazitäten mehr.

00:01:22: Rass strommelt sie Leute über die sozialen Netzwerke zusammen.

00:01:26: Zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand, wie gefährlich die Flut noch werden wird.

00:01:30: Erst einmal retten sie Kirchenbücher und schützen die Kirche mit Planen- und Sandzecken.

00:01:35: Einige der Menschen, die hiermit anpacken, werden in der Nacht noch ihr zu Hause und fast ihr Leben verlieren.

00:01:41: Als das Ausmaß der Zerstörung sichtbar wird, machen sich viele auf den Weg um den Menschen im Ahrteil ins Visstall und anderswo zu helfen!

00:01:49: Neben den professionellen Hilfsorganisationen, auch viele spontane Ehrenamtliche aus ganz Deutschland.

00:01:55: Sie helfen Schlamm aus den Kellern zu schippen, räumen Tiefkühltronen aus – tun mit wo sie gebraucht werden!

00:02:02: Die evangelische Superintendentin Claudia Müller-Bück erinnert sich wie sie die Kirche geöffnet haben und den Strom wieder angestellt haben damit die Leute ihre Handys aufladen können.

00:02:12: Im Kirchenraum stehen Liegen, damit die Menschen im Trockenen ausruhen.

00:02:17: Die älteren Frauen der Kirchengemeinde kochen unermüdlich Kaffee und Stellenessen bereit.

00:02:22: Hoffnung steht auf der dicken Kerze in der Mitte der Kirche, immer wieder zündet jemand ein kleines Licht daran an – für jemanden um den man gebankt hat weil man ihn aus den Augen verloren hatte als man gemeinsam durch den reißenden Fluss gewartet und geschwommen ist.

00:02:37: Er isst in Sicherheit!

00:02:39: Eine andere zündete einen Licht an für ihre Tochter die sie im Moment nicht erreichen kann….

00:02:43: Das Wort Zuversicht steht an vielen Stellen, am Infopoint und auf Hauswänden.

00:02:48: Es wird zum Hashtag in den sozialen

00:02:50: Medien.".

00:02:51: Superintendentin Müller-Bück selbst hat Hoffnung aus einem Bibelfers geschöpft.

00:02:56: Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit – daran hält sie sich fest!

00:03:04: Vieles ist passiert seitdem, manches ist neu aufgebaut, Wunden bleiben, Ängste, Belastungen….

00:03:12: Es braucht bei einer solchen Katastrophe viel und langfristige professionelle Unterstützung, ob beim Abschied neben von einem Menschen, ob für die Seele oder beim Anträge stellen.

00:03:22: Es braucht Zeit und Kraft um mit Wunden und Verlusten

00:03:25: klarzukommen.".

00:03:26: Die Katastrofe ist auch nach fünf Jahren noch spürbar – die Hilfsbereitschaft auch!

00:03:31: Nicht jede und jeder kann spontan losfahren und helfen — das müssen auch nicht alle, denn auch jede Spende hilft.

00:03:37: und die Spenden-Bereitschaft.

00:03:40: Dadurch können die Hilfe-Profis ihre Arbeit tun.

00:03:43: Jede Spende hilft nicht nur materiell, sie zeigt denen, die von der Katastrophe betroffen sind – wir lassen euch nicht allein!

00:03:50: Wir sind an eurer Seite mit Gefühl und mit Geld, damit die Katastrofe nicht das letzte Wort hat, damit das Leben neu

00:03:57: weitergeht.".

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