Jubelnde Bäume

Shownotes

Die Andacht zum Nachlesen und -hören gibt es auch hier inklusive Download: https://rundfunk.evangelisch.de/morgenandacht/15873/jubelnde-baeume

Transkript anzeigen

00:00:00: Heute ist kalendarischer Herbst anfangen.

00:00:02: Der Sommer verabschiedet sich, ein Jahreszeitenwechsel der mich spüren lässt wie schnell die Zeit vergeht und der mich an den Süßkirchbaum meiner Kindheit erinnert.

00:00:13: Aus meinem Kinderzimmer im ersten Stopp konnte ich direkt in seine Krone schauen.

00:00:17: Schneeweiße blüten im Frühling dann im Sommer saftig rote Kirschen.

00:00:23: Ich bin mit einem kleinen Eimer auf dem Baum geklettert habe geflückt, gegessen und mir doppelte Kirschen wie Ohrringe über die Ohren gehängt.

00:00:31: Wenn ich heute daran denke, hab' ich ein Lächeln im Gesicht.

00:00:35: Dieser Kürschbaum lässt mich bis heute innerlich jubeln!

00:00:39: Im Psalm neunzig in der Bibel heißt es las jubelen alle Bäume des Waldes.

00:00:45: Jubelende Bäume sind ein fantastisches Bild.

00:00:48: Offenbar hat die Schöpfung Grund sich zu freuen um den Jubel auszubrechen.

00:00:53: aber wenn ich mir heute die Wälder anschaue Klingt das eher nach einem Hilferuf als nach Jubel.

00:00:58: Dürre, Hitzewellen, brennende Wälder – die Bäume stimmen zur Zeit wohl eher ein Klagelied an!

00:01:05: Auch den Kirschbaum meiner Kindheit gibt es nicht mehr.

00:01:08: Über die Jahre wurden die Früchte madig.

00:01:11: Irgendwann musste er gefällt werden.

00:01:13: Wachsen und Gedeihen liegen nicht allein in unsere Hand.

00:01:17: Daran erinnert mich der Herbst anfangen.

00:01:20: Die Tage werden kürzer, die Natur zieht sich zurück.

00:01:23: Das Leben wandelt

00:01:24: sich.".

00:01:25: Ich kann die schönen Sommerstunden nicht einfach einfrieren.

00:01:28: Ist ja auch widersinnig, Sommer einfriern!

00:01:32: Lass jubeln alle Bäume des Waldes – das ist die dringende Bitte an Gott, seine Welt zu erlösen und Gerechtigkeit zu schaffen.

00:01:40: Gott soll handeln damit die Natur aufatmen und jubelen kann.

00:01:44: Lass Jubeln alle Bäume des Waldes – dass es zugleich ein Aufruf an uns Menschen eine Aufforderung nicht hartenlos zuzusehen sondern Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen.

00:01:56: Jubelnde Bäume, ich habe mich gefragt Wie könnte das klingen und was bringt die Bäume zum Jubeln?

00:02:03: Ich stelle mir vor Die Bäume singen zwei Lieder.

00:02:06: Das erste Lied schaut zurück an den Anfang Und preist Gott als den Schöpfer Es singt.

00:02:12: es war einmal.

00:02:14: Es war einmal eine Welt in der alles gut gedacht war.

00:02:18: Gott rief die Welt ins Leben ließ die Bäime wachsen und Gott sah dass es gut war.

00:02:25: Die Schöpfung spiegelt die Handschrift des guten Schöpfers wieder – das nehme ich wahr.

00:02:30: im Rauschen des Herbstwindes, im goldenen Licht der Sonne, im Regen, der die Erde tränkt!

00:02:36: Die ganze Schö?

00:02:37: Pfung stimmt in diese Melodie ein, ein Lied, das von Gottes Spuren erzählt.

00:02:43: Die Bäume singen ein zweites Lied.

00:02:46: Es heißt «Eines Tages wird es sein».

00:02:49: Eines Tages würde es sein, dass Himmel und Erde Gott loben.

00:02:53: Einmal wird es sein, dass Tyrannen von ihren Thronen gestürzt werden und das Frieden- und Gerechtigkeit herrschen.

00:03:00: Das ist die Hoffnung auf das Reich Gottes – auf Gottes neue Welt!

00:03:05: Psalm neunzig hofft darauf Gott kommt um Gerechtigkeiten zu schaffen eine Gerechtigkeit, die auch die Natur aufatmen lässt.

00:03:14: Als Christin glaube ich, Gott hat diese Welt nicht aufgegeben.

00:03:18: In der Bibel steht Am Ende werden alle Tränen abgewischt.

00:03:23: An den Ufern des Lebensflusses werden Bäume wachsen, deren Blätter den Völkern zur Heilung dienen.

00:03:30: In Gottes Reich werden die Bäume wirklich Grund zu jubeln haben.

00:03:35: Der Traum einer neuen Welt Eine Zukunftsvision.

00:03:37: klar ein Hoffnungsbild Aber Sehnsüchte und Wünsche können Menschen in Bewegungen setzen.

00:03:44: Eines Tages wird es sein.

00:03:46: Deswegen müssen wir uns nicht mit der Gegenwart abfinden.

00:03:50: An der Stelle des alten Kirschbaums im Garten meiner Eltern steht heute ein Walnosbaum.

00:03:56: Er wirft jetzt im Herbst seine Nüsse ab und spendet Schatten, ein Neuanfang!

00:04:01: Vielleicht fängt er Jubel der Natur damit an dass wir der Schöpfung mehr Liebe entgegenbringen – die Schöpfung bewahren indem wir sie lieben.

00:04:10: Etwas zu lieben heißt ja auch etwas schönzufinden so lange zu suchen bis man die Schönheit in der Schöffung gefunden

00:04:17: hat.".

00:04:18: weil man schützt, was mein Lieb gewonnen hat.

00:04:20: Damit die Bäume wieder jubeln können und wir mit

00:04:23: ihnen.".

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.