Eine Frage der Gerechtigkeit
Shownotes
Die Andacht zum Nachlesen und -hören gibt es auch hier inklusive Download: https://rundfunk.evangelisch.de/gedanken-zur-woche/15920/die-frage-nach-gerechtigkeit
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00:00:00: Das bedient ja diese Gerechtigkeitsfrage, sagt die Tagesthemen-Moderatorin Jesse Wellmer in einer Polizendung am Beginn dieser Woche.
00:00:07: Plantiert Norddeutsch unaufgeregt!
00:00:10: In der Torgrunde geht es um Deutschland und seine Beamte – warum sie nicht auch an die Rentenkasse einzahlen?
00:00:15: Was bei mir hängen bleibt ist das Wort Gerechtigkeit.
00:00:19: Stimmt denke ich.
00:00:20: Um diese Frage geht es aktuell bei vielen Themen und Debatten Bei den Protesten in Frankreich, die so erschreckend im Gewalt umgeschlagen sind.
00:00:28: In Paris, Marseille, Limotsch und anderen Städten.
00:00:31: Gegen das teure Leben lautet ein Satz auf den Plakaten derer, die friedlich demonstriert haben.
00:00:37: Um Gerechtigkeit geht es auch beim Streit um die abschlagsfreie Rente nach forty-fünf Beitragsjahren bei der hitzig diskutierten Frage nach bezahlbarem Wohnraum nicht nur in Berlin oder wenn Manager Boni erhalten während die Belegschaft vor Werkschließungen bankt.
00:00:52: Da wird das Gerechtigkeitsempfinden gestört.
00:00:54: Hierzulande trotz der Sozialsystems, dass wir glücklicherweise
00:00:58: haben.".
00:00:59: Aber wie sieht Gerechtigkeit aus?
00:01:01: Lukas Kranach, Künstler der Reformation, mahlt sie Strahlen schön!
00:01:05: In der linken Hand hält sie die Waage in der rechten der Schwert.
00:01:09: Justizja nennt er Maler sein Werk mit dem er die römische Göttin der Gerechtigkeiten zeigt.
00:01:14: Die Gerechtlichkeit schaut aus dem Bild weg vom Betrachter Sollte etwas aus dem Lot sein, die Gerechtigkeit stellt die Balance wieder her.
00:01:22: Notfalls mit der Schärfe des Gesetzes!
00:01:26: Ins Lot kommen einen Ausgleichherstellen – so lautet eine Vorstellung von Gerechtigkeit.
00:01:31: Jede Person bekommt was ihr zusteht.
00:01:33: Diese Gerechtigkeiten sehen viele herbei.
00:01:36: Das hat Sprengkraft, was die Schärfte in manchen Debatten erklärt.
00:01:40: Auch die Bibel kennt diese Sehnsucht Aber sie kennt noch eine andere Gestalt der Gerechtigkeit.
00:01:45: Jesus beschreibt sie in seinem Gleichnis von den Arbeiten im Weinberg.
00:01:49: Jesus erzählt von einem Gutzern, dem ein Weinberg gehört.
00:01:53: Der Bauer sucht Arbeitskräfte um den Boden aufzulockern für das Einschlaufen der Triebe-den-Rebschnitt.
00:02:00: also geht er frühmorgens zum Marktplatz wo die Menschen warten die Arbeit suchen.
00:02:04: Der Weinbauer spricht einige Arbeitssuchende an handelt mit ihnen den Tageslohn von einem Silbergroschen aus.
00:02:11: Der Tag nimmt seinen Lauf, Hitze, Staub, schwierige Hände und noch so viel zu tun.
00:02:17: Also geht der Weinbauer erneut auf den Markt, stellt weitere Leute ein – insgesamt fünf Mal macht er das!
00:02:24: Abends zahlt er dann allen arbeitenden einen Silbergroschen ganz gleich ob jemand zwölf Stunden oder gerade mal sechzig Minuten gearbeitet hat.
00:02:32: Und natürlich sorgt es für Fragen.
00:02:35: Jene die den ganzen Tag im Weinberg gearbeitet haben beklagen sich Wir haben des Tags Last und die Hitze getragen, sagen sie.
00:02:43: Und dann nur einen Silbergroschen wie die anderen?
00:02:46: Der Weinbergbesitzer der im Gleichnis für himmlische Gerechtigkeit steht antwortet ebenfalls mit einer Frage.
00:02:52: Mein Freund ich tu dir nicht unrecht!
00:02:55: Bist du mit mir nicht einig geworden über einen Silbergroschen?
00:02:58: nimm was dein ist und geh.
00:03:01: alle bekommen dasselbe.
00:03:03: so ausgelegt ist das Gleichness von den Arbeiten im Weinberg explosiv.
00:03:07: Es stellt auch mein Gerechtigkeitsempfinden in Frage, denn ich erwarte wie die Arbeitenden der ersten Stunde das Aufwand und Ertrag zumindest in einem halbwegs ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
00:03:20: Jesus spricht natürlich nicht über Berlin – Beamte und Angestellte oder die Proteste gegen zu hohe Lebenshaltungskosten.
00:03:27: Es geht ihm ums Himmelreich!
00:03:29: Dennoch wirft das Gleichness ein Schlaglicht in die irdische Realität.
00:03:33: Seht ihr uns?
00:03:34: Seht Ihr dass hier ein Problem
00:03:35: besteht?!
00:03:37: Der Weinbauer nimmt alle Arbeitskräfte in den Blick, die Ersten wie die Letzten.
00:03:41: Die von ihm praktizierte Gerechtigkeit sorgt dafür, dass am Ende des Tages jede und jeder genug zum Leben bekommt – nicht mehr, nicht weniger!
00:03:50: Und ich frage mich, kann es gelingen dieser Gestalt der Gerechtigkeit auch einen Platz auf Erden zu geben?
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